In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserer Vereinslegende Edward Alfred Obermeier, von uns allen nur liebevoll „Edi“ gerufen.

Einen Nachruf zu verfassen, der Edi gerecht wird, ist fast unmöglich. Ein kleiner Text wird ihm nicht gerecht, ein großer würde jeden Rahmen sprengen. Edi war ein Sportsmann durch und durch – erst aktiv auf dem Platz, später als Seele der Senioren, als Betreuer und unser treuester „Hoolifan“. Sein Lebensmotto war Programm: „Und immer wieder geht die Sonne auf“. Er kannte nur den Vorwärtsgang; ein Zurück gab es für ihn höchstens unter lautstarkem Protest. Vom Platz musste man ihn oft zerren – und von jeder Feierlichkeit erst recht.
Edi war ein Ur-Münchner, wie er im Buche steht. Im Duden müsste sein Bild neben dem Begriff „Münchner“ prangen. Seine Lieblingssprüche „Scheiß da nix, dann feid da nix!“ oder „An Scheiß muaß i!“ waren nicht nur Floskeln, sie waren seine Lebenseinstellung. Ja, Edi konnte anstrengend sein – aber er war so herzlich dabei, dass man ihm nie böse sein konnte. Er verteidigte seine Freunde und uns Schwabinger wie ein Löwe.
Seine Anekdoten würden Bücher füllen:
Unvergessen sein Einsatz in der 2. Mannschaft, als er die Auswechslung verweigerte: „Na, i bleib drin! Nimm den Dicken raus, der läuft schon blau an!“
Legendär seine Auftritte in Österreich, ob beim Rastellicup in Eberschwang oder in Kössen. Er war derjenige, der mit dem Cowboyhut im Festzelt auf den Schultern getragen wurde, während alle lauthals seine Hymne sangen.
Wir erinnern uns an das „Prothesen-Tauchen“ im Pool beim Strasser Gasthof – denn lieber die Zähne im Wasser suchen, als das gute Stiegl-Bier verschütten.
An unserem Augustiner-Cup war er der unangefochtene Grillmeister. Auf die Frage eines Mitspielers, ob die Wurst vom Rind sei, kam nur trocken: „Des is alles (leise: du) Rindvieh, macht 4 Euro.“
In den letzten Jahren wurde es mühsamer für ihn. Eigentlich würde ich gern noch von ihm wissen, wie oft er den Boandlkramer beim Karteln um sein Leben mit Kirschwasser und Augustiner beschissen hat. Der Boandlkramer hat ihn einfach nicht zu fassen gekriegt. Selbst dann nicht, als er ihm sein Liebstes, die Heidi, genommen hat. Der Boandlkramer hat heute noch einen Rausch, so ein zäher Hund war der Edi. Diese zusätzliche Zeit hatte er sich redlich verdient.
Lieber Edi, jetzt bist du fort und kannst deine Heidi wieder in die Arme schließen. Oben wartet schon die Schafkopfrunde mit dem Schweps, dem Franz und dem Hans auf dich.
Wir vermissen dich und werden dich immer in Ehren halten. Und wenn wir eine Sternschnuppe sehen, dann wissen wir: Du lässt gerade für uns die Sonne aufgehen.
Ruhe in Frieden
Deine Schwabinger Senioren
